Knoche: Osterinsel-Expedition 1911

6. November 2016 um 17:49 Uhr


Osterinsel-Expedition 1911
Knoche, Walter
Die Osterinsel. Eine Zusammenfassung der chilenischen Osterinselexpedition 1911. Concepcion, Verlag des Wiss.Archivs von Chile 1925. 8vo. 4 Bl., 319 S. mit 54 Abbildungen auf 20 Tafeln. Illustrierte Original-Broschur (Rücken etwas brüchig, gebräunt), Papier etwas gebräunt. Priv.St.a.T., insgesamt ein guter Zustand des seltenen Buches.
EUR 9500,-
Sehr seltene Monographie über die Osterinsel. 1964 das einzige Mal seit 1950 auf einer deutschen Auktion. Die chilenische Expedition fand 1911 statt und die Ergebnisse wurden in Chile in deutscher Sprache veröffentlicht. „Dem aus Berlin stammenden Meteorologen und Biophysiker Walter Knoche wurde von der chilenischen Regierung 1911 die wissenschaftliche Leitung der ersten chilenischen Osterinsel-Expedition übertragen. Mit dem Schiff "General Baquedano" gelangte eine mehrköpfige wissenschaftliche Kommission auf die abgelegene polynesische Insel, die seit 1888 unter chilenischer Kolonialverwaltung gestanden, jedoch bis zu der Expedition keine nähere Beachtung gefunden hatte. Der heute weitgehend unbekannte Wissenschaftler verfasste 1925 das Buch "Die Osterinsel". Da es ihm noch möglich war, die letzten beiden Osterinsulaner, die die alten Kulturtraditionen der im Aussterben begriffenen Kultur kannten, zu befragen, dokumentierte er Bräuche und Überlieferungen, die schon wenige Jahre später gänzlich verloren gegangen sind.” (www.hermann-mueckler.com).


„Die Osterinsel“ –
Das vergessene Buch des Osterinsel-Forschers Walter Knoche

Hermann Mückler


Bereits in den frühen 1990er-Jahren wurde dem Autor dieser Zeilen die Existenz eines deutschsprachigen 1925 erschienenen Buches zur Osterinsel bekannt, welches weltweit in nur wenigen Fachbibliotheken vorhanden ist, so gut wie nie am antiquarischen Büchermarkt auftaucht, und dessen Inhalte weitgehend unbekannt sind – wenn man von der kleinen Zahl an Osterinselexperten absieht, die davon zwar Kenntnis haben, das Buch aber ebenfalls in den seltensten Fällen in Händen gehalten haben. Es handelt sich dabei um ein in seinem äußeren Erscheinungsbild vergleichsweise unscheinbares kleinformatiges Buch, welches auf qualitativ schlechten, holz- und säurehaltigem Papier gedruckt wurde und sich durch eine eher dezente Umschlaggestaltung auszeichnet. Dennoch ist dieses Buch von besonderem Wert. Es ist nicht nur eine Rarität im antiquarischen Handel, sondern offeriert auch Inhalte, die sowohl für die damalige zeitgenössische ethnologisch-anthropologische Forschung, als auch für die gegenwärtige Osterinsel-Forschung von großer Bedeutung sind. Der Autor des Buches heißt Walter Knoche. Dem Buchtitel „Die Osterinsel“ ist ein erläuternder Untertitel beigefügt, der das Buch bezüglich seines Entstehungskontextes eingrenzt und erklärt: „Die chilenische Osterinsel-Expedition von 1911“. Knoche hatte diese von der chilenischen Regierung initiierte Forschungsexpedition organisiert und zusammen mit drei anderen Wissenschaftlern durchgeführt. Diese Expedition fand bislang wenig Resonanz im fachwissenschaftlichen Bereich. In der einschlägigen historischen und ethnologischen Fachliteratur sind bis zum heutigen Tag nur sehr wenige spanischsprachige Artikel dazu erschienen. Nähere Details zu dieser Expedition sind de facto kaum bekannt. Ich selbst habe 2009 in einem mehrwöchigen Aufenthalt in Chile vor Ort zu recherchieren versucht, ob und was zu dieser chilenischen Forschungsinitiative in den nationalen und regionalen Archiven, Museen und Bibliotheken vorhanden ist. Die Ausbeute war marginal. Selbst das Museo Navale e Marítimo in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso hat zur Osterinsel-Expedition des Jahres 1911 nur wenig Aufschlussreiches aufzuweisen. Dort sind zwar die Logbücher von der in Rede stehenden chilenischen Expedition aufbewahrt, aber darüber hinaus konnte mir von Seiten der Archivverantwortlichen kein weiteres Material, welches von Relevanz gewesen wäre, gezeigt werden. Vielleicht gäbe es in unaufgearbeiteten Archivbeständen noch Interessantes, aber dies ist eine Aufgabe für zukünftige des Spanischen kundige Forschergenerationen.
Das Buch von Walter Knoche erschien 1925 in einer Kleinauflage von vermutlich nicht mehr als einhundert Exemplaren. Es wurde im chilenischen Concepción in deutscher Sprache veröffentlicht. In Chile kennt es fast niemand, weil es in deutscher Sprache verfasst wurde, im deutschsprachigen Raum ist es ebenfalls fast unbekannt, weil es in einer kleinen Auflage in Chile erschienen ist und nur wenige Exemplare den Weg nach Europa fanden. Es ist nicht weiter erstaunlich, dass das Buch damals in Chile in deutscher Sprache erschien. Nicht nur war der Autor selbst ein gebürtiger Berliner – zu Walter Knoches Biographie siehe weiter unten –, die deutsche Sprache war eine damals international gängige Wissenschaftssprache, insbesondere in den Natur-, und Geisteswissenschaften. Anders ausgedrückt: Deutsch war insbesondere vor dem Ersten Weltkrieg aber auch teilweise noch in der Zwischenkriegszeit, zusammen mit Englisch, die wichtigste Wissenschaftssprache weltweit. Erst zwei verlorene Weltkriege haben dazu geführt, dass das Deutsch seine weltweite Bedeutung als Sprache der Wissenschaft verloren hat bzw. gezielt von den Siegermächten verdrängt wurde. Chilenische Fachjournale waren zu Anfang des 20. Jahrhunderts jedoch meist in Spanisch und Deutsch angefaßt, was sicher auch darauf zurückzuführen war, dass sich in Chile viele deutsche Auswanderern, darunter auch zahlreiche Wissenschaftler und Forscher, niedergelassen hatten – Knoche war einer von ihnen.
Als ich das Glück hatte, ein Originalexemplar von Knoches Osterinselbuch Ende der 1990er Jahr zu einem stattlichen Preis erwerben zu können, war für mich die Gangrichtung klar: Das Buch stellte den Ausgangspunkt für ein mehrjähriges Rechercheprojekt dar, welches ab 2006 schließlich seine Umsetzung fand. Es führte mich auf der Materialsuche in zahlreiche Länder, und gipfelte 2009 in zweimaligen Besuchen von Chile sowie Argentinien und schließlich der Osterinsel selbst. Anschließend begann die Aufarbeitung des Materials, welches ich an Orten wie New York, Berlin, Jerusalem, Phoenix/Arizona, Santiago/Chile, Valparaiso und Buenos Aires gefunden hatte. Das Ziel war die Neuveröffentlichung und damit Zugänglichmachung des kompletten Textes von Knoches Osterinselbuch, ergänzt durch biographische Details zu Walter Knoche sowie einer Gewichtung von Knoches Leistungen und Interpretationen für die gegenwärtige (Osterinsel-)Forschung. Es gelang mir darüber hinaus, ein weiteres Originalexemplar, jedoch mit einer neueren Bindung, bei einer US-amerikanischen Auktion zu ersteigern. Und schließlich erhielt ich noch Kenntnis von einem dritten scheinbar existierenden Exemplar, welches angeblich ein Antiquariat in Santiago de Chile anbot. Meine umgehend erfolgte Kontaktaufnahme mit dem Buchhändler, um mehr Informationen über den Erhaltungszustand des Buches zu bekommen, endete mit dem unbefriedigendem Ergebnis, dass niemand mehr wusste, ob es das Buch dort überhaupt gegeben hat. Das Buch bleibt also rar und in mehrfacher Hinsicht besonders.
Im Jahr 2015 schließlich erschien mein Buch zu Walter Knoche und die Osterinselexpedition von 1911 im Wiesbadener Wissenschaftsverlag Harrassowitz. Das gebundene Werk im Umfang von mehr als 300 Seiten sowie mit fast 80 Abbildungen ist derzeit das einzige Buch, welches sich mit der Person des Meteorologen, Anthropologen, Arztes und Ethnologen Walter Knoche befasst und historische, organisatorische Details zur ersten und bislang größten chilenischen Osterinselexpedition beschreibt. Eine englischsprachige und eine spanischsprachige Ausgabe des auf deutsch erschienenen Werkes steht derzeit zur Diskussion. Diese umfassend kommentierte Neuauflage macht die Inhalte von Knoches Buch nun öffentlich zugänglich, mindert aber nicht den Wert des raren Originals.


Zur Person Walter Knoches

Die Eckdaten zu Walter Knoches Biographie sind zusammengefasst folgende: Er wurde am 7. März 1881 in Berlin als Sohn des Fabriksbesitzers Moritz Knoche und dessen Frau Anna geboren. Er war eines von sieben Kindern. Seine Mutter Anna Knoche, geboren 1857, war die Tochter von Ismar Ehrlich und Rosa Weigert und hatte fünf Geschwister, darunter den späteren Medizin-Nobelpreisträger Paul Ehrlich. Nach seiner schulischen Ausbildung erlangte er im Jahr 1902 die Reife. Anschließend widmete er sich naturwissenschaftlichen Studien. Zu diesem Zweck ging er zuerst nach Genf, um an der dortigen Universität zu studieren, wechselte jedoch bereits nach einem Semester an die Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. Knoches Spezialgebiete waren die Meteorologie und Geographie. Die Kombination dieser beiden Fachdisziplinen bestimmte von Anbeginn seiner wissenschaftlichen Studien den Großteil seiner Arbeiten. Er unternahm er in den Jahren 1905-1907 nach einem kurzen Zwischenspiel in mehreren Observatorien und in der Abteilung für Wettervorhersagen des Meteorologischen Dienstes von Preußen, geographische Forschungsreisen in die Türkei sowie in mehrere Länder Nordafrikas und zu den Kanarischen Inseln. Im Anschluss daran gelangte er nach Südamerika, um im Rahmen einer Expedition in die hohe Cordillera Boliviens die mikroklimatischen und „luft-elektrischen“ (aero-elektrischen) Bedingungen auf einer Meereshöhe von 5200 Metern zu erforschen. Die Ergebnisse dieser Expedition wurden später in den Publikationen des Instituto Central Meteorológico y Geofísico de Chile dargelegt. Dessen Leitung und Reorganisation war ihm 1910 von der chilenischen Regierung Pedro Montt angeboten worden und er hatte diese verantwortungsvolle Aufgabe gerne übernommen. Von Chile aus unternahm Knoche in den folgenden Jahrzehnten eine Reihe an Studienreisen in die meisten südamerikanischen Länder.
Im Jahr 1937 übersiedelte Knoche von Chile ins Nachbarland Argentinien, das ihm kein unbekanntes Land war und dem er bei früheren Gelegenheiten verschiedene Publikationen gewidmet hatte. Er wohnte in Buenos Aires und hatte dort den Posten eines Klimaberaters in der damaligen Direktion für Meteorologie, Geophysik und Hydrologie inne. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs und der zunehmend prekären Lage seiner Familie in Deutschland, versuchte er von außen zu helfen und mehreren seiner Familienmitglieder eine Ausreise aus dem nationalsozialistischen Deutschland zu ermöglichen. Zu diesem Zweck war er u.a. auch mit dem Physik-Nobelpreisträger Albert Einstein in brieflichem Kontakt. Am 3. Juli 1945 erlag Walter Knoche einem Herzleiden. Zum Zeitpunkt seines Ablebens war er der Leiter der Abteilung Klimatologie der Direktion für Meteorologie, Geophysik und Hydrologie in Buenos Aires. Walter Knoche hinterließ ein umfangreiches Oeuvre von zumindest 270 Publikationen, die sich vor allem mit meteorologischen, klimatologischen, geophysikalischen, geographischen, aber auch medizinisch-anthropologischen Aspekten auseinandersetzen. Von diesen 270 Beiträgen sind 36 der Osterinsel gewidmet – eine Bestätigung dafür, dass Knoches Faszination für die Osterinsel ihn über einen längeren Zeitraum fachwissenschaftlich beschäftigte, woraus eine Anzahl von Publikationen für verschiedene Wissenschaftsjournale wuchsen.


Die Bedeutung von Knoches Osterinsel-Buch

Die 1911 von der chilenischen Regierung initiierte wissenschaftliche Forschungsexpedition zur Osterinsel, die sich seit 1888 unter chilenischer Kolonialherrschaft befand, aber bis dahin bei der chilenischen Administration kaum Beachtung gefunden hatte, stellte den Anfangspunkt einer Hinwendung der chilenischen Administration zur Osterinsel dar. Die abgelegene im südöstlichen Pazifik befindliche und zur ozeanischen Großregion Polynesien gehörende Osterinsel wird von ihren polynesischen Bewohnern Rapanui genannt, von den Chilenen wird der Name getrennt geschrieben: Rapa Nui. Ihren europäischen Namen erhielt sie durch den niederländischen Entdecker Jakob Roggeven, der die Insel am Ostersonntag des Jahres 1722 für Europa entdeckt hatte.
Zwei regionalspezifisch bedeutsame Autoren widmeten Knoche einige Aufmerksamkeit: der norwegische Experimentalarchäologe Thor Heyerdahl und der Schweizer Ethnologe Alfred Métraux. Heyerdahl interessierten Knoches Forschungen auf der Osterinsel insofern, als er im Vorfeld der Planung seiner eigenen Osterinsel-Expedition der Jahre 1955-1956 Knoches Aussagen zur materiellen Kultur und Archäologie der Rapanui durchforstete. Heyerdahl widmete Knoche später sowohl in seinem populärwissenschaftlichen Buch „Die Kunst der Osterinsel“ , als auch in der zweibändigen wissenschaftlichen Aufarbeitung der archäologischen und ethnologischen Ergebnisse seiner Osterinsel-Expedition 1955-1956, die er zusammen mit Edwin Ferdon publizierte, je ein Unterkapitel. Ebenso erwähnt ihn Alfred Métraux, der bereits 1934-1935 die Osterinsel besucht und darüber publiziert hatte. Andere Autoren wiederum wie z.B. der schottisch-neuseeländische Philologe und Ozeanienforscher John Macmillan Brown übernahmen verweislos Zeichnungen aus Knoches Buch zur Illustration des eigenen Buches, konkret zur Thematik der Tätowierung sowie zu Knoches ethnographischer Sammlung. Wiederum andere erwähnten ihn nur am Rande, sodass erst in jüngerer Zeit durch meine eigenen Ausführungen dazu die Aufmerksamkeit auf Walter Knoche gelenkt wurde.
Das Osterinselbuch hat seit der Zeit seines Erscheinens in der Osterinselforschungs-Gemeinschaft eine verhaltene Rezeption gefunden. Bislang ist keine einschlägige zeitgenössische Rezension zum Buch bekannt, die explizit eine Gewichtung nach fachwissenschaftlichen Kriterien vornahm. Die von Knoche mit Enthusiasmus betriebenen Befragungen mögen in Teilbereichen eine nur begrenzte Aussagekraft gehabt haben, da Knoche in der zur Verfügung stehenden Zeit sowohl die meteorologischen und geophysikalischen Aufgaben, die ihm von der chilenischen Regierung aufgetragen worden waren, zu erledigen hatte, und darüber hinaus allen anderen ihn interessierenden Dingen nachgehen musste. Dennoch, Knoche war zeitlich gesehen (im Jahr 1911) der Erste, der systematisch vorging und versuchte, zu allen Aspekten des Lebens der Rapanui Informationen zu erhalten. Sein Buch vereint dessen eigene Beobachtungen und Erhebungen sowie seine daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen.
Was ist der Besondere an diesem Buch? Knoche war der Erste, der systematische Erhebungen vor Ort anstellte. Die Engländerin Katherine Scoresby Routledge kam erst 1914, um ihre archäologischen Forschungen aufzunehmen und erst ab den 1930er-Jahren kann von einer expliziten Osterinselforschung als archäologisch/ethnologische Subdisziplin gesprochen werden. Knoche konnte als Erster und zugleich letzte und einzige Person noch Dinge erfragen und beobachten, die bereits drei Jahre später nicht mehr existierten als Routledge deutlich länger vor Ort verweilte als Knoche. Walter Knoche war es noch möglich zwei alte Männer zu befragen, die zumindest in groben Zügen über überlieferte Bräuche, Feste, Tänze, Zeremonien und sonstige kulturelle Manifestationen Auskunft geben konnten. Er war zu einer Zeit vor Ort, die durch äußerst schlechte Lebensumstände für die indigene Inselbevölkerung geprägt war; diese Bedingungen waren durch die Art und Weise der von Desinteresse geprägten problematischen chilenischen Herrschaftsausübung entscheidend bedingt. Tatsächlich lebten 1911 die von Knoche vorgefundenen Bewohner der Osterinsel in einem erbärmlichen Zustand. Marginalisiert und der kulturellen Wurzeln weitgehend beraubt, sah man die polynesische Urbevölkerung aus europäischer (und chilenischer) Perspektive als „sterbende Rasse“, deren Verschwinden man verzögern, aber nicht aufhalten könne. Die durch Entführung durch peruanische Arbeitskräftehändler sowie durch eingeschleppte Krankheiten um die Mitte des 19. Jahrhunderts massiv dezimierte Bevölkerung hatte 1877 ihren absoluten Tiefststand erreicht. Es lebten nur noch 111 Insulaner, unter ihnen angeblich 26 Frauen, so dass zu dieser Zeit die Bevölkerung rapide ihrem Aussterben entgegen ging. Der deutsche Kapitän Wilhelm Geiseler, der 1882 mit dem Schiff „SMS Hyäne“ die Osterinsel besucht und darüber einen Bericht verfasst hatte, hatte insgesamt 67 Männer, 39 Frauen und 44 Kinder, also insgesamt bereits wieder 150 Bewohner, vorgefunden. Im Jahre 1911, dem Jahr der Knoche’schen Expedition, fanden sich schließlich 228 Bewohner auf der Insel, darunter zum ersten Mal seit Zählungsbeginn wieder Männer und Frauen in gleicher Zahl.
Knoches Hauptwerk stellt eine Momentaufnahme dar. Das Buch, welches als einziges Werk die chilenische Osterinsel-Expedition 1911 behandelt, ist nicht nur allgemein wissenschaftsgeschichtlich von Bedeutung, sondern für die Osterinselforschung ein substantielles Werk – einerseits um die Lebenssituation und noch verbliebenen kulturellen Traditionen der Rapanui zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts auf der polynesischen Insel rekonstruieren zu können, andererseits um den Stand der Osterinselforschung in den 1920er-Jahren gewichten zu können. Knoche hat sich verdient, dass sein Name im Olymp der Osterinselforscher sichtbar ist und das Werk zukünftig verstärkte Rezeption erfährt.


Zum Autor:

Hermann Mückler ist Professor für Kultur- und Sozialanthropologie an der Universität Wien und beschäftigt sich vor allem mit ethnologischen, (ethno-)historischen, kolonialgeschichtlichen sowie politischen Themen zur Großregion Asien-Pazifik, insbesondere zur Pazifischen Inselwelt (Ozeanien) und Australien. Er ist Präsident der Anthropologischen Gesellschaft in Wien.
E-Mail: hermann.mueckler@univie.ac.at; Website: www.hermann-mueckler.com







Foto für Meldung 340 FotoFoto für Meldung 340 Foto

Katalog X: Seefahrten, Weltreisen, seltene Reiseberichte

10. Oktober 2016 um 18:54 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Ihnen meinen neuen Katalog X präsentieren.

Titel: Seefahrten, Weltreisen, seltene Reiseberichte

Sehen Sie bitte in die Rubrik Kataloge oder laden Sie das PDF direkt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Antiquar
Dr. Paul Kainbacher

Foto für Meldung 339 FotoFoto für Meldung 339 FotoFoto für Meldung 339 Foto

Katalog IX: "Tagebuchs-Auszug betreffend die Reise S.M.S. „Hertha“ nach Ost-Asien und den Südsee-Inseln."

15. September 2016 um 18:38 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Ihnen meinen neuen Katalog IX präsentieren.

Titel: "Tagebuchs-Auszug betreffend die Reise S.M.S. „Hertha“ nach Ost-Asien und den Südsee-Inseln."

Diese hochinteressante und frühe Photoalbum mit Reisebeschreibung füllt den gesamten Katalog IX. Prof. Hermann Mückler war so freundlich die wissenschaftliche Bearbeitung durchzuführen.

Sehen Sie bitte in die Rubrik Kataloge oder laden Sie das PDF direkt.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Antiquar
Dr. Paul Kainbacher

Foto für Meldung 336 FotoFoto für Meldung 336 FotoFoto für Meldung 336 Foto