Salon am 30.November 2019: Humboldt und Lenz

20. November 2019 um 16:05 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich darf Sie herzlichst zum 14. Salon im Antiquariat Kainbacher einladen.

Der Bibliophile Salon im Antiquariat Kainbacher
2 Vorträge am 30. November 2019

Ein Afrika-Pionier aus Sooss bei Baden: Oskar Lenz
17.00 Carl Vozab

Alexander von Humboldt
19.00 Prof. Dr. A. M. Celâl Şengör


Anmeldung für den Salon:
Tel.: 0699-11019221
www.antiquariat-kainbacher.at
paul.kainbacher@kabsi.at


Carl Vozab (17.00)
Ein Afrika-Pionier aus Sooss bei Baden: Oskar Lenz


Carl Vozab wurde 1986 in Wien geboren und ist seit 2008 als selbständiger Unternehmer aktiv. Er studiert seit 2015 an der Universität Wien die Unterrichtsfächer Geschichte, Sozialkunde und politische Bildung und Geographie und Wirtschaftskunde.


Prof. Dr. Celal Sengör (19.00)

Alexander von Humboldt

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. A. M. Celâl Şengör, geboren am 24. März 1955 in Istanbul, ist Geologe. Er ist Professor an der Technischen Universität Istanbul. Er befasst sich insbesondere mit Tektonik und der Rekonstruktion der historischen Plattentektonik von Asien. 1988 wurde er Ehrendoktor der Université de Neuchâtel. 1984 erhielt er den President’s Award und 1999 die Bigsby Medal der Geological Society of London. 2000 wurde er Mitglied der National Academy of Sciences und er ist Mitglied der Academia Europaea und der türkischen Akademie der Wissenschaften (TUBA), außerdem ist er Mitglied in der American Philosophical Society. Er ist Mitherausgeber von Tectonophysics, Journal of Structural Geology, Tectonics, Eclogae Geologicae Helveticae, Geologia Balcania. Şengör besitzt eine über 30.000 Bände umfassende Privatbibliothek zum Thema Geologie. 2010 erhielt er die Gustav-Steinmann-Medaille, wobei in der Laudatio besonders hervorgehoben wurde, dass er wie kein anderer mit den Ideen der Plattentektonik die Tektonik von Asien von Émile Argand neu belebt hätte. Im Jahr 2012 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. Seit 2016 ist er Mitglied der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin. 2017 wurde Sengör Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien. Für 2018 wurde Şengör die Arthur Holmes Medal der European Geosciences Union zugesprochen.



Katalog XXI: Oskar Lenz

5. November 2019 um 7:01 Uhr

Sehr geehrte Sammler,
soeben als e-Katalog (unter Kataloge), als auch in Print-Version erschienen, ist unser neuer Katalog XXI:

Oskar Lenz: Deutsch-Österreichischer Afrika-Forscher und die Geschichte des Sooßer Ameisenbären.

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Die seltene Luxusausgabe von Barths Reisen in Afrika

17. Oktober 2019 um 16:34 Uhr

Die große Luxusausgabe im Original-Einband
Eine Rarität und Prachtwerk

Barth, Heinrich

Reisen und Entdeckungen in Nord- und Central-Afrika in den Jahren 1849 bis 1855. 5 Bände. Gotha, Perthes 1857-58. 4To. Mit 60 farbig lithographischen Tafeln von E. Emminger und J. Wölffle nach J. M. Bernatz, 16 (4 teilkolor.) teils mehrfach gefalt. Stahlstichkarten, Holzstichplan und 152 Textholzstichen. Blaue Original-Leinenbände (leicht berieben), breitrandiges Exemplar, insgesamt ein sehr gutes Set.

EUR 14.000,-

Die Luxusausgabe! – Im originalen Verlagseinband von Perthes, in blauem Leinen gebunden, besticht diese Vorzugsausgabe durch ihr Quart-Format und seine weitaus stabilere Bindung als die Normalausgabe. Die Textseiten sind durch Textrahmen verfeinert, auf besserem Papier, breitrandig gedruckt. Die Tafeln sind auf Japan-Papier aufgezogen. – Kainbacher 30.
Barth (1821-1865) unternahm zusammen mit Overweg und Richardson diese Reise, deren Hauptzweck die Bekämfung des Sklavenhandels und Anknüpfung von Handelsbeziehungen mit den sudanesischen Staaten war. Durch Barths Beteiligung wurde "(...)der wissenschaftlichen Erforschung des Innern eine grössere Ausdehnung und Bedeutung gegeben (...)". - Nach fünfeinhalbjähriger Abwesenheit und als einziger europäischer Überlebender dieser englischen Expedition ließ Barth schnell sein großes Reisewerk, in englischer und deutscher Fassung, folgen. "Was vorher bruchstückhaft und unverständlich aus arabischen Berichten, (...), dagelegen hatte, wurde nun erst verständlich. Barth hat Zusammenhänge aufgedeckt, die weit über sein eigentliches Reisegebiet hinausgreifen. Er war ein nie ermüdender Notierer und Registrierer, der alles, was der Tag brachte,(...), festhielt. Größte Sorgfalt legte er auf die Routenaufnahme, die auf 18000 Kilometern eine Riesenanzahl topographischer Neuheiten erschloß, wodurch die Afrika-Karte ein ganz neues Gepräge erhielt. (...) Insbesondere ist Barth der Entdecker bzw. erste wissenschaftliche Erschließer der Hammada el-Homra, des Berglandes Air, von Adamaua und dem Musgu-Land, von Kanem und Bagirmi, der Länderstrecke zwischen Sokoto und Timbuktu." (Henze). Die sehr schönen Lithographien wurden nach Barths Skizzen von dem berühmten Afrika-Maler J. M. Bernatz angefertigt, die Karten fertigte Petermann. - Ibrahim-Hilmy I, 54; vgl. Abbey 274 (engl. Ausgabe); ADB II, 96 ff.; Henze I, 175 ff; Thieme-Becker III, 448 ff (zu J. M. Bernatz); Kainbacher 30.

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